channelpartner.de: KI sorgt für barrierefreie Websites
KI sorgt für barrierefreie Websites
Viele Unternehmen, Verbände und Vereine nutzen Bank-, E-Commerce- oder Telekommunikationsdienste, um mit Verbrauchern über das Internet zu kommunizieren oder Geschäfte abzuschließen. Das neue Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet sie dabei zur digitalen Barrierefreiheit. Rund 190.000 Organisationen in Deutschland mussten ihre Apps, Onlineshops und Webseiten bis zum Stichtag – 28. Juni 2025 – barrierefrei gestalten. Für die Umsetzung bestehender Kommunikation können KI-Technologien wie Screenreader, Text-to-Speech, Speech-to-Text sowie Systeme zur KI-gestützten Text- und Bildgenerierung eingesetzt werden. Um barrierefreie Kommunikation darüber hinaus zukunftsfähig zu machen, können aber auch neue Technologien wie KI-Agenten und KI-Klone zum Einsatz kommen.
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Wie viele Menschen profitieren von digitaler Barrierefreiheit?
Jeder Mensch profitiert von mehr digitaler Barrierefreiheit. Denn motorisch behindert sind wir schon, wenn wir ein Kind auf dem Arm halten. Eine gewisse Sehbehinderung bemerkt jeder, wenn wir bei Sonneneinstrahlung nicht mehr alles auf dem Bildschirm erkennen können. Eine Hörbehinderung kann durch den Umgebungslärm in einem Großraumbüro entstehen. Kognitiv beeinträchtigt sind wir, wenn wir versuchen, Multitasking zu betreiben. Situative Behinderungen sind vielfältig und passieren jedem.
- In Deutschland leben rund 7,9 Millionen Menschen mit einer schweren, dauerhaften Behinderung. Das sind rund 9,3 Prozent der Bevölkerung.
- Und in einer immer älter werdenden Bevölkerung nimmt der Anteil der Menschen mit Behinderungen zu. 18,6 Millionen Menschen – rund 22 Prozent – sind älter als 65 Jahre.
- Zudem sprechen 12,3 Millionen – rund 15 Prozent – der in Deutschland lebenden Menschen die deutsche Sprache nicht als Muttersprache.
- Hinzu kommen 6,2 Millionen Menschen in Deutschland, die nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben können. Das entspricht 7,5 Prozent der Bevölkerung.
Insgesamt sind 45 Millionen Menschen dauerhaft betroffen. Sicherlich gibt es Überschneidungen der Betroffenengruppen und damit eine gewisse Mehrfachzählung in dieser Summe. Dennoch kann man bei einer aktuellen Einwohneranzahl von 82,7 Millionen unter dem Strich wohl sagen, dass jeder Zweite in Deutschland digitale Barrierefreiheit braucht. Nimmt man die möglichen situativen und temporären Beeinträchtigungen hinzu, kommt man zu dem Schluss, dass jeder von digitaler Barrierefreiheit profitiert.
Wie profitieren Organisationen von digitaler Barrierefreiheit?
Website- und Webshop-Betreiber profitieren in vielfacher Weise, wenn sie ihre Inhalte allen Menschen zugänglich machen:
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Dauerhaft vergrößertes Marktvolumen
Digitale Barrierefreiheit führt insgesamt zu einem dauerhaft vergrößerten Marktvolumen, weil mehr Menschen am Markt teilnehmen. -
Verbesserte Customer Experience
Unternehmen stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit durch eine verbesserte Kundenerfahrung und Kommunikation über alle Formate hinweg. -
Attraktiver Arbeitgeber
Die affirmative Haltung einer Organisation zu Menschenrechten und Nachhaltigkeit macht sie als Arbeitgeber für Fach- und Führungskräfte deutlich attraktiver. -
Umsetzung mit KI
Für die Umsetzung der bestehenden Kommunikation können viele Prozesse automatisiert – oder zumindest teilautomatisiert – mithilfe von künstlicher Intelligenz umgesetzt werden.