cmm360.ch veröffentlicht: „Ein Co-Brain vom CEO steigert die Produktivität“
cmm360.ch veröffentlicht: „Ein Co-Brain vom CEO steigert die Produktivität“
Das Fachmedium cmm360.ch hat den Beitrag „Ein Co-Brain vom CEO steigert die Produktivität“ von Gabriele Horcher in der Rubrik Künstliche Intelligenz / Digital Business veröffentlicht. Hier finden Sie die Zusammenfassung:
Digitale Doppelgänger von Führungskräften entwickeln sich zunehmend zu einem produktiven Werkzeug für Unternehmen. Während erste internationale Konzerne bereits KI-gestützte Versionen ihrer CEOs einsetzen, geht das Konzept des sogenannten Co-Brains deutlich weiter. Es dient nicht nur als interaktiver Kommunikationskanal, sondern wird zur intelligenten Wissensbasis für Mitarbeitende und KI-Agenten.
Ein Co-Brain bildet die Denkweise, das Wissen, die Erfahrung und die Entscheidungslogik einer realen Führungskraft digital ab. Mitarbeitende können dadurch auf das Wissen des CEOs zugreifen, Fragen stellen, Empfehlungen erhalten oder strategische Entscheidungen vorbereiten. Im Gegensatz zu einer einzelnen Person ist das Co-Brain beliebig skalierbar, rund um die Uhr verfügbar und kann tausende Anfragen gleichzeitig bearbeiten.
Besonders wertvoll wird ein Co-Brain durch die Verbindung mit Agentic AI. KI-Agenten greifen auf die Wissensbasis des Co-Brains zu und können dadurch Aufgaben im Sinne der Führungskraft ausführen. Sie analysieren Informationen, entwickeln Maßnahmen, erstellen Texte oder bereiten Entscheidungen vor. Dadurch wird individuelles Expertenwissen erstmals systematisch skalierbar.
Der Beitrag unterscheidet zwischen Personal Co-Brains, allgemeinen Co-Brains und Corporate Brains. Während ein Personal Co-Brain ausschließlich einer einzelnen Person dient, stellt ein allgemeines Co-Brain Wissen für Mitarbeitende bereit. Das Corporate Brain erweitert diesen Ansatz auf die gesamte Organisation und bündelt Fachwissen, Erfahrungswerte und Entscheidungslogiken vieler Mitarbeitender in einer zentralen Wissensbasis.
Eine besondere Herausforderung besteht darin, auch implizites Wissen zu erfassen. Ein Großteil des Wissens von Führungskräften liegt nicht in Dokumenten vor, sondern in Erfahrungen, Gesprächen und individuellen Entscheidungsprozessen. Deshalb werden zusätzlich Kommunikationsdaten, Interviews, Meetings und KI-gestützte Experteninterviews genutzt, um dieses sogenannte Tacit Knowledge in das Co-Brain zu integrieren.
Je nach Ausprägung kann ein Co-Brain als textbasierter Chat, als sprachfähiges System mit geklonter Stimme oder sogar als fotorealistischer Avatar genutzt werden. Dadurch entstehen völlig neue Möglichkeiten der Interaktion und Wissensvermittlung.
Ein weiterer Schwerpunkt des Beitrags liegt auf Datensouveränität und Sicherheit. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sensible Informationen geschützt bleiben und nur berechtigte Personen auf die Wissensbasis zugreifen können. Europäische und DSGVO-konforme Lösungen bieten hier Vorteile gegenüber vielen internationalen Public-Cloud-Angeboten.
Im Gespräch mit Prof. Dr. Peter Gentsch wird deutlich, dass Co-Brains und Corporate Brains künftig eine zentrale Rolle für Agentic AI spielen werden. Erst wenn KI-Agenten auf organisationsspezifisches Wissen zugreifen können, entsteht echter betrieblicher Nutzen. Unternehmen erhalten dadurch nicht nur schnelleren Zugriff auf Wissen, sondern können auch Entscheidungsprozesse beschleunigen und die Produktivität nachhaltig steigern.
Das Fazit des Beitrags: Der eigentliche Wert eines digitalen Doppelgängers liegt nicht in der Möglichkeit, mit einer KI-Version einer Führungskraft zu chatten. Produktivität entsteht erst dann, wenn Agentic AI auf ein Co-Brain oder Corporate Brain zugreifen kann und dadurch individuelles Wissen, Erfahrungswerte und Entscheidungslogiken für die gesamte Organisation nutzbar werden.
Der komplette Beitrag ist kostenfrei unter dem Link abrufbar.