Manage IT veröffentlicht: „Digitale CEO‑Doppelgänger“

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Manage IT veröffentlicht: „Digitale CEO‑Doppelgänger“

Die Plattform ap‑verlag.de hat den Beitrag „Digitale CEO‑Doppelgänger: Wie Co‑Brains die Produktivität und interne Zusammenarbeit steigern“ von Gabriele Horcher in der Rubrik „Trends 2026“ veröffentlicht. Hier finden Sie die Zusammenfassung:

Viele CEOs – darunter Mark Zuckerberg (Meta), Sebastian Siemiatkowski (Klarna) und Dara Khosrowshahi (Uber) – lassen mithilfe von KI bereits digitale Doppelgänger von sich erstellen. Das deutsche Start‑up Aiconiq.io geht darüber hinaus: Wird das Wissen eines CEOs oder Experten in ein Co‑Brain überführt, fungiert dieses nicht nur als Chat‑, Sparrings‑ oder Mentoring‑Partner, sondern auch als Wissensbasis für agentische KI‑Systeme, sodass KI‑Agenten Aufgaben im Stil des CEOs kontextbezogen, konsistent und skalierbar übernehmen können.

Ein Co‑Brain ist die digitale, KI‑basierte Version einer realen Person. Es beantwortet Fragen, gibt Ratschläge und teilt Einsichten, unabhängig von Zeit und Ort, und kann beliebig viele Anfragen gleichzeitig bedienen. Dank multimodaler Eingaben und dem Training mit persönlichen Materialien wie Reden, Blogposts oder Interviews imitiert es sogar den Kommunikationsstil und die Argumentationsweise seines Vorbilds.

Co‑Brains können bei Bedarf selbst Rückfragen stellen und sind in der Lage, komplexe Aufgaben wie Analysen, Maßnahmenplanung oder Textentwürfe auszuführen. Der Artikel unterscheidet zwischen drei Ausprägungen: dem Personal Co‑Brain, das nur einer Person dient, dem allgemeinen Co‑Brain als kollaboratives Wissenssystem für Mitarbeitende und dem Corporate Brain, das das Fachwissen einer gesamten Organisation bündelt. Trainiert wird ein Co‑Brain mit vorhandenen Text‑, Bild‑, Audio‑ und Videoinhalten, wobei 80 % des Wissens einer Führungskraft als implizites „Tacit Knowledge“ in Mails, Chats, Telefongesprächen oder Meetings steckt. KI‑gesteuerte Interviews helfen, Erfahrungswerte und Soft Skills zu erfassen. Ergänzend lassen sich externe Wissensbestände wie Datenbanken und Studien einbinden.

Je nach Training kann ein Co‑Brain Antworten schriftlich liefern oder mit einer neutralen bzw. geklonten Stimme vorlesen; fortgeschrittene Versionen treten als fotorealistischer Avatar mit Gestik und Mimik auf und ermöglichen Videoanrufe in Echtzeit. Weil dabei sehr persönliche Informationen verarbeitet werden, sind strenge Sicherheitsmaßnahmen unerlässlich.

Der Beitrag warnt vor US‑basierten LLM‑Plattformen wie ChatGPT, Claude oder Gemini: Diese Systeme laufen in US‑Public‑Clouds und gefährden Datensouveränität und DSGVO‑Konformität. Aiconiq.io hostet seine Modelle dagegen auf deutschen oder europäischen Servern; auf Wunsch können Unternehmen ihre Wissensbasis sogar selbst vor Ort betreiben. Jede Kommunikation ist Ende‑zu‑Ende verschlüsselt und der Zugriff erfolgt strikt rollen‑basiert. Ein Co‑Brain soll die Vorbereitungszeit für strategische Entscheidungen um 30-60 Prozent reduzieren und hunderte Stunden Führungszeit pro Jahr einsparen. Der wesentliche Produktivitätsgewinn entsteht erst durch den Einsatz von Agentic AI: Nur wenn die KI auf das individuelle, implizite Wissen einer Person oder Organisation zugreift, kann sie wirklich im Sinne des Unternehmens handeln.

Professor Peter Gentsch beschreibt diese Entwicklung als „Executive AI“ – ein System, das strategische Entscheidungen vorbereitet, simuliert und weiterentwickelt. Es verwandelt Datenmodelle in aktive Entscheidungsinstanzen, vereinheitlicht Entscheidungslogiken und macht Führung erstmals systemisch skalierbar.

Der komplette Beitrag ist unter dem Link abrufbar.