SpringerProfessional.de: „Vertriebswissen sichern, wenn Erfahrung geht“

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SpringerProfessional.de: „Vertriebswissen sichern, wenn Erfahrung geht“

Die Plattform springerprofessional.de hat einen Beitrag „Vertriebswissen sichern, wenn Erfahrung geht“ von Gabriele Horcher in der Rubrik „Vertriebsmanagement / Wissensmanagement“ veröffentlicht. Hier finden Sie die Zusammenfassung:

Der demografische Wandel im B2B‑Vertrieb wird zur strategischen Zäsur: Bis 2036 gehen laut Statistischem Bundesamt 15,6 Millionen Erwerbstätige der Baby‑Boomer‑Generation in Deutschland in den Ruhestand. Damit verschärft sich nicht nur der Fachkräftemangel – vor allem erfahrungsbasierte Wissen droht zu verschwinden. B2B‑Entscheidungen werden von Menschen getroffen, die Risiken abwägen, nach Sicherheit suchen und auf Erfahrung vertrauen; Vertrauen entsteht durch glaubwürdige Kommunikation und langjährige Beziehungen. Rund 80 Prozent des B2B‑Vertriebswissens liegen nicht in Dokumenten vor, sondern als implizites („Tacit Knowledge“) in den Köpfen der Beschäftigten. Von den rund 1,0–1,8 Millionen B2B‑Vertriebsmitarbeitenden gehen in den nächsten zwölf Jahren etwa 333 000 bis 599 000 in den Ruhestand, wodurch wertvolle Erfahrung verloren ginge.

Um dieses Wissen zu sichern, schlägt Horcher KI‑gestützte Interviews vor: Statt scheidende Mitarbeitende zur mühsamen Dokumentation zu zwingen, können sie ihre Expertise in 90‑minütigen Interviews mit spezialisierten KI‑Agenten vermitteln. Diese strukturierten Gespräche werden jederzeit unterbrochen und fortgesetzt und liefern kontextbezogene Fragen entlang realer Anwendungsfälle. Ein unternehmensindividuelles Corporate Brain dient als Wissensbasis; es erfasst Tacit Knowledge und trennt validierte Erkenntnisse von Hypothesen oder Erfahrungsheuristiken. Graph‑ und Vektordatenbanken verbinden Daten aus ERP‑, CRM‑Systemen, Dokumenten, Prozessen und Interviews; so entsteht eine zentrale Wissensschicht oberhalb der Fachanwendungen, die implizites und explizites Wissen konsistent speichert und auch bei Softwarewechseln erhalten bleibt.

Mit dem Ausscheiden der Babyboomer verschwindet vor allem das Vertrauenswissen im Vertrieb – situative Entscheidungen, Beziehungsmuster und Erfahrungsheuristiken. KI‑Interviews und das Corporate Brain ermöglichen erstmals eine skalierbare Erfassung dieses Wissens, validieren es und überführen es in operative Entscheidungslogiken. Damit entsteht ein Paradigmenwechsel: weg von der Abhängigkeit einzelner Leistungsträger, hin zu einer intelligenten, zentralisierten Wissensbasis, die den Vertrieb in einer KI‑gestützten Welt zukunftssicher macht.

Der komplette Beitrag ist unter dem Link abrufbar.